8. WINTICUP
Anmeldungen

Kyokushinkai

Dojo Eid
  1. Wir wollen unseren Körper und Verstand trainieren, um einen starken, unerschütterlichen Geist zu erwerben.

  2. Wir wollen die wahre Bedeutung des Weges erfahren, sodass wir zur rechten Zeit wachsam sind.

  3. Mit wahrer Ausdauer wollen wir einen Geist der Selbstlosigkeit entwickeln.

  4. Wir wollen die Regeln der Hilfsbereitschaft beachten, unserer Oberen respektieren und uns von Gewalt fernhalten.

  5. Wir wollen unseren Glauben bewahren und nie die Tugend der Demut vergessen.

  6. Wir wollen nach Weisheit und Stärke streben und nicht nach anderem verlangen.

  7. Solange wir leben, wollen wir durch Karate die wahre Bedeutung des Weges erkennen.

Kyokushin Kaikan (jap. 極真会館) bezeichnet die von Ōyama Masutatsu gegründete Karate-Organisation. Die Stilrichtung nennt man Kyokushin (極真), was «die letzte, absolute Wahrheit» bedeutet.

Es wird im Vollkontakt gekämpft, was Kyokushin zu einer der härtesten Karatearten macht. Kyokushin ist ein für die Entwicklung der Kampfkunst sehr bedeutender Stil, da aus ihm viele moderne Vollkontakt-Stile und Kampfkunstsysteme samt deren Organisationen hervorgegangen sind. (z. B. So Shin Do, World Oyama Karate, World Seido Karate Organization, Kyokushin Budokai, Ashihara Karate, Enshin Karate, Seido-Keikan, K-1, IFK, Kokusai Kyokushindō Renmei (国際極真道連盟), Kyokushindo Karate, Kūdō, Kyokushin-kan Karate und andere).

Geschichte

1956 eröffnete Ōyama Masutatsu in einem kleinen Gebäude hinter der Rikkyō-Universität sein erstes offizielles Dōjō und nannte seinen Stil Kyokushin (zusammengesetzt aus den Zeichen für Kyoku = ganz, vollendet und Shin = Wahrheit).

Er wählte den Namen wegen des Sprichworts: «Nach tausend Tagen Training ist man ein Anfänger, nach zehntausend Tagen ein Experte (Meister)». Trotz des harten Trainings – es gab wenige Einschränkungen im Kampf – und der hohen Ausfallrate der Studenten stieg die Zahl seiner Schüler innerhalb eines Jahres auf gut 700 Studenten an.

Die nächsten zehn Jahre baute Oyama seine Organisation auf und demonstrierte in der ganzen Welt sein Karate, um es zu verbreiten. Das erste Dojo außerhalb Japans eröffnete Bobby Lowe 1957 auf Hawaii.

1964 wurde offiziell das Kyokushin Kaikan Hombu in Ikebukuro, Tokio eröffnet. Eisaku Satō wurde zum Präsidenten und Oyama zum Kancho (Direktor) der IKO ernannt. Seither hat sich Kyokushin in mehr als 120 Ländern verbreitet und die Organisation wurde mit über 10 Millionen registrierten Mitgliedern – der Film Fighter in the wind aus dem Jahr 2004 über das Leben von Masutatsu Oyama nennt 20 Millionen Schüler in 140 Ländern weltweit – zu einer der größten Kampfkunstorganisationen der Welt.

1975 wurde die erste Weltmeisterschaft in Tokio abgehalten. 128 Wettkämpfer aus 36 Ländern beteiligten sich. Die ersten sechs Ränge gingen an Japan: 1. Katsuaki Sato, 2. Hatsuo Royama (er führt heute eine eigene Kyokushin Karate Organisation), 3. Yoko Ninomiya. Die Weltmeisterschaft inspirierte die Kyokushin-Kämpfer, und schon bald wurden in vielen Ländern die ersten nationalen Turniere ausgetragen: 1975 in Australien, Malaysia, Israel und Südafrika; 1976 in Brasilien und England; 1978 wurde die erste Europameisterschaft in London abgehalten.

Im April 1994 starb Oyama im Alter von 70 Jahren an Lungenkrebs ohne einen Nachfolger benannt zu haben und ließ Akiyoshi Matsui als Verantwortlichen der IKO zurück. Dies hat viele politische und wirtschaftliche Unruhen in die Kyokushinkai Welt gebracht, was zu einer Zersplitterung der Organisation auf nationaler und internationaler Ebene führte. Auf internationaler Ebene gibt es heute mehrere IKO-Organisationen, so die IKO1 (A. Matsui), IKO2 Shinkyokushinkai (K. Midori), IKO3 (Y. Matsushima), IKO4 (T. Tezuka).

So gibt es auf nationaler Ebene in Deutschland heute diverse Verbände, unter anderem den KKD (Kyokushinkai Karate Deutschland) und die DKO (Deutsche Kyokushin Organisation) und die IKOK-D (International Karate Organization Kyokushinkaikan Deutschland). Diese sind auf internationaler Ebene nicht automatisch in der IKO1, so ist die IKOK-D in der IKO1 (Kyokushinkaikan Honbu) und die DKO in der WKO/IKO2 (Midori).

Es gibt neben diversen Verbänden in derselben Stilrichtung Kyokushin auch mannigfaltige Stilabspaltungen wie z.B. Kyokushin-Budo-kai, Kyokushindo oder etwa Seidokan-Karate.

Quelle: wikipedia.org